Dienstag, 26. August 2008

Die Tempel von Angkor

Der Begriff Angkor beschreibt kein Volk und bezieht sich auch nicht auf ein georgraphisches Gebiet, sondern steht fuer eine Epoche der Menschheitsgeschichte. In dieser Epoche bildete die heutige Provinzstadt Siem Reap das Herz des Khmer-Reiches, welches seinen Anfang im Jahre 802 nahm, und sein Ende fand, als die Siamesen 1431 Angkor Thom pluenderten. Heute findet man hier die Ueberreste der Staedte und Tempel des damaligen Reiches, die teilweise ueber 1000 Jahre alt sind und gigantische Ausmasse annehmen. Die wohl bekanntesten Tempel sind Angkor Wat, Bayon, Ta Prohm und Banteay Sri. Es ist unglaublich was hier vor ueber hunderten von Jahren von Menschenhand erschaffen wurde und fuer mich ist es etwas, dass jeder einmal in seinem Leben gesehen haben sollte, live oder auf anderen Medien. Es lohnt sich!



Insgesamt liegen die Tempel von Angkor verstreut ueber eine Flaeche von mehr als 300 Quadratkilometer. Die Khmer-Koenige liessen die gewaltigen Anlagen in erster Linie als Staatstempel fuer den Devaraja-Kult errichten, der damals neben dem Hinduismus weit verbreitet war. Da die sukzessiven Koenige ihre Vorgaenger uebertreffen wollten und die Techniken des Tempelbaus sich durch die bestaendig wachsende Erfahrung verbesserte, nahm die Komplexitaet der Anlagen bestaendig zu. Symbolisch liegt der Anordnung der meisten Tempel der hinduistische Kosmos zu Grunde. Spaeter wurde der Buddhismus zur Staatsreligion erklaert und viele Tempel wurden dem entsprechend veraendert. Angkors Tempelstaetten sind so unterschiedlich wie seine Herrscher und jeder Tempel besitzt seine eigene Ausstrahlung.


Am Tag unserer Ankunft kauften wir uns fuer den Folgetag unser Ticket, dass uns berechtigte nach 5 Uhr den Sonnenuntergang in einem der Tempel zu bestaunen. Wir entschieden uns (genauso wie Millionen anderer Touristen ;-)) fuer den Tempel Phnom Bakheng. Er befindet sich auf einem kleinen Berg und beschehrt eine wunderbare Aussicht auf den Tonle Sap See und Angkor Wat. Mehr konnte man aber leider nicht sehen, da sich die anderen Tempel mehr oder weniger im Jungel befinden oder sich unter Baeumen verstecken. Phnom Bakheng selber war nicht all zu spektakulaer, es war aber sehr amuesant den Horden von Japanern zu zusehen, wie sie versuchten auf den kleinen Stufen, wo meist nur die Fussspitze platz findet, den Tempel zu erklimmen. Wirklich sehr unterhaltsam :-)

Am naechsten Tag ging es dann aber endlich richtig los. Wir haben uns Fahrraeder geliehen und uns der anstrengenden Aufgabe gestellt, alle Tempel zu erstrampeln...bei schaetzungsweise 35 Grad im Schatten und 98% Luftfeuchtigkeit. Die gewonnene Flexibilitaet und die schoenen Parkanlagen, haben aber alle Strapazen vergessen lassen.

Um 5 Uhr morgen(!) schwangen wir uns schlaftrunken auf die Saettel und strampelten los, in der Hoffnung den Sonnenaufgang nicht zu verpassen und das alle anderen verschlafen haben. ...haben sie nicht ;-), es war aber trotzdem ein wunderschoenes Schauspiel das wir im wohl bekanntesten Tempel Angkor Wat bestaunten. Angkor Wat ist zufaellig auch der groesste Tempel der Welt, befindet sich auf einer kuenstlich errichteten Insel (1500x1300m) und ist schlappe 850Jahre alt. Fuenf grandiose maiskolbenfoermige Tuerme halten den Blick gefangen, waehrend man sich in Gedanken vor der Vorstellungskraft der Baumeister verneigt, die dieses Meisterwerk schufen. Man schaetzt die Bauzeit auf ungefaehr 30 Jahre und zehntausende Arbeiter sollen daran beteiligt gewesen sein. Hinter jeder Ecke wartet eine neue Sehenswuerdigkeit und entlang der Galerien um das Herz des Tempels warten die beruehmten Flachreliefs mit einer Hoehe von 2m und einer Laenge von 700m, und das in allen Himmelsrichtungen!

Das Herz des Tempels bildet eine Pyramide und ist auf 3 Ebenen errichtet, ueber die sich die 5 Tuerme erheben , deren mittlerer eine Hoehe von 65m erreicht. Leider konnten wir nicht in die Tuerme, da der Zugang wegen Restaurationsarbeiten gesperrt war :-(



Nach diesem beeindruckendem Erlebnis ging es weiter zum naechsten Tempel, dem Bayon.


...to be continued...
.......weil mir grad der Simon auf die Schulter haut. So ein Spitz! Da hock ich grad im letzten Loch in Vietnam und versuch meinen Blog zu aktuallisieren (was ich wohl nie schaffen werde ;-)) und wir laufen uns ueber den Weg. Sry, aber jetzt muss ich erstmal einen trinken gehen :-)


...so inzwischen in Saigon angekommen und den Simon wieder losgeworden, gehts weiter im Klartext :-)


Angkor Thom ist so etwas wie die Stadtmauer, 8 Meter hoch, mehr als 5 Meilen lang und von 5 Toren mit jeweils doppelten Portalen unterbrochen. Draussen erstreckt sich ein breiter Wassergraben und die ganze Anlage ist aehnlich quadratisch aufgebaut wie Angkor Wat. Im Inneren dieser ehemaligen Stadt sind zahlreiche Gebaeude erhalten geblieben, meist Tempel, aber der Grossteil und die ehemaligen Wohngebaeude sind leider verschwunden, da sie aus vergaenglichem Material wie z.B. Holz gemacht waren. Im Zentrum dieser Anlage befindet sich nun der Staatstempel Bayon.

Der Bayon ist nicht umsonst Steffis Lieblingstempel, denn ich muss zugeben, dass er es auch mir sehr angetan hat. Wenn man sich ihm langsam naehert erkennt man zunaechst nicht viel mehr als eine schwer zu definierende Masse aus dunklem Stein. Erst nach Ueberquerung eines Steindamms wird die Vielschichtigkeit des Bauwerks ersichtilich und erst dann ruecken die 54 Tuerme (von denen heute leider nicht mehr alle stehen, man findet ueberall andere Zahlen und ich habe selber nicht gezaehlt ;-) mit jeweils 4 riesigen Gesichtern des Lokesvara ins Bewusstsein des Besuchers. Insgesamt blicken ca. 200 solcher Gesichter in staendiger Wiederkehr vom Bayon herrab, aber doch sieht jedes irgendwie anderst aus.

Im spaeten 12. oder fruehen 13. Jh. wurde der Tempel vollendet und sollte die Religionen des Landes zusammenfuehren und auch den Islam in seinen Schoss aufnehmen, der die Religion der soeben unterworfenen Cham war. Geweiht wurde das Bauwerk als buddistischer tempel, doch als der Hinduismus zur Staatsreligion erhoben wurde, rissen fanatische Glaubige das Buddhabildnis nieder und stuerzten es in einen nahen Brunnen. Man sagt auch, dass andere Tempel manchmal von neu gekroenten Koenigen zerstoert wurden, um an der gleichen Stelle dann ihren eigenen Tempel zu errichten. Der Bayon jedoch wurde nie zerstoert, denn jeder Koenig der ihn sah fand ihn so schoen, dass er es nur wagte in auszubauen, oder ihn um neue Aspekte zu erweitern.

Es hat wirklich eine Menge Spass gemacht in diesem Tempel herumzuklettern und wegen seinem enormen Detaillreichtum kann man Stunden damit zubringen, ueberall neue Sehenswuerdigkeiten zu entdecken.


Nach unserer Entdeckungstour im Bayon machten wir uns, nach einer kleinen Staerkung, auf den muesamen Weg zum Ta Prohm, dem "Tomb Raider"-Tempel im Dschungel.

Maechtige (und damit meine ich maeaeaechtige!) Feigen-, Bayan-, und Kapokbaeume wachsen auf den Terrassen und Mauern von Ta Prohm. Viele von ihnen sind ueber 300 Jahre alt und ihre gewaltigen Wurzeln umklammern Waende, umrahmen Torbauten und brechen gigantische Steinbloecke auseinander. Keiner der 39 Tuerme ist unversehrt geblieben und das eingestuerzte Tempellabyrinth macht es schwierig, einen Rundgang zu planen oder den Grundriss des Bauwerks zu erkennen. Wenn ich ehrlich bin habe ich mich sogar im Tempel verlaufen :-) Es beeintraechtigt die Besichtigung jedoch nicht im geringsten, wenn man die Orientierung verliert, denn der Reiz besteht vor allem darin, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, ueber eingestuertztes Mauerwerk zu klettern, geduckt durch hoehlenartige Galerien zu kraxeln und sich davon ueberraschen zu lassen, welche Kunstwerke sich hinter der naechsten Ecke verbergen, oder wo man eigentlich ist?!

Leider waren im Vergleich, zu dem was Steffi von vor 2 Jahren erzaehlt hat, inzwischen viele Bereiche abgesperrt und soviel Spass dieser Tempel auch macht, muss es frueher wohl noch spannender gewesen sein. Ich habe die abgesperrten Bereiche....naja, meistens jedenfalls gemieden ;-), denn wenn man sich die Decken und Waende so ansieht, kann man schon ein mulmiges Gefuehl bekommen, wenn man sich direkt darunter befindet und die Absperrungen haben wahrscheinlich schon ihren Sinn :-)


Nach diesem abenteuerlichen Ausflug trennten wir uns erstmal von unseren Fahrraedern und nahmen uns ein Tuk-Tuk fuer den Besuch im ca. 20 Km entfernten Landmienen Musseum.



Dieser Besuch war von ernsterer Natur, den der Gruender des Musseums, Mr. Akira gibt Einblicke ueber seine Arbeit und die schreckliche Vergangenheit des Landes.

Mr Akira: Er weiss weder seine richtigen Namen, noch wann er genau geboren wurde. Mit 10 Jahren toeteten die roten Khmer seine Eltern und bildeten ihn zum Kindersoldaten aus. Seine Aufgabe bestand unter anderem darin zehntausende von Landminen zu legen. Nach seiner Desertatin schloss er sich den Vietnamesen an, um gegen seine ehemaligen Herren zu kaempfen. Nach Ende des Krieges widmete er sein Leben dem aufspuehren und entschaerfen von Landminen. Der Sinn seines Lebens besteht nun darin, sagt er, soviele Minen wie moeglich zu beseitigen um seine Mitmenschen zu schuetzen sein Land wieder sicher zu machen.

Kamboscha zaehlt heute zu den am schlimmsten verminten Laendern der Erde. Niemand weiss genau wieviele Minen sich noch unter der Erde befinden, die Schaetzungen gehen in die Millionen und fast taeglich werden immer noch Menschen durch Landminen getoetet oder verletzt; 1 von 236 ist betroffen. Weltweit wird pro Stunde ein Mensch zum Opfer einer Mine.

Heute arbeitet Mr. Akira mit vielen nationalen und internationalen Organisationen zusammen, aber jahrelang hat er nur mit den einfachsten Hilfsmitteln wie Messer und Spaten die Minen aufgespuehrt und entschaerft. Im Musseum zu sehen sind zahlreiche von ihm entscharfte Minen, Sprengkoerper und Bomben der Amerikaner, denn auch die haben mal wieder einen grossen Beitrag zur Unsicherheit des Landes geleistet, als sie im Vietnamkrieg breite Landstriche Kamboschas mit millionen Tonnen von Bomben bewarfen.

Desweiternen gibt er ausfuehrliche Informationen ueber Landminen, deren Auswirkungen und Methoden und Ereignisse des Krieges.

Das Schreckliche an Landminen ist die Tatsache, dass sie nicht gebaut werden um Menschen zu toeten, sondern nur zu verletzen. Man betrachtet es von einem unmoralischen wirtschaftlichen Faktor, den ein verletzter Soldat kostet den Gegner ein vielfaches mehr an Resourssen als ein toter Soldat und demoralisiert seine Kameraden. Auch kostet die Herstellung einer Mine nur 1$, deren Beseitigung kann allerdings bis zu 1000$ kosten.

Nur 1-2 Minen reichen aus um ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern unbrauchbar zu machen und selbst geraeumte Gebiete koennen wieder zu einem Gefahrengebiet werden,wenn in der Regenzeit, tief unter der Erde liegende Minen wieder an die Oberflaeche geschwemmt werden. Deswegen bekommt man als Tourist in Kamboscha keine Roller ausgeliehen und wird darauf hingewiesen die befestigten Strassen nicht zu verlassen, denn die Gefahr besteht immer und ueberall.

Der Kampf gegen die Landmine scheint aussichtslos und es wird noch Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte dauern, bis diese Gefahr, hoffentlich entgueltig aus der Welt geschaffen wurde.

Nicht umsonst gibt es schon seid laengerem ein internationales Abkommen zum Bann von Antipersonenminen, die sog. Ottawa-Konventionen. Bis September 2007 wurde die Konvention von 156 Staaten ratifiziert. Unter den rund 40 Staaten, die zu diesem Zeitpunkt nicht beigetreten waren, befinden sich unter anderem Aegypten, China, Indien, Israel, Pakistan, Russland, Syrien, sowie die USA...

Kambodscha

Nach dem vielen rumhaengen und Strandurlaub war es Zeit fuer ein ganz anderes Reiseziel. Kambodscha.
Eines der aermsten Laender dieser Erde - beherbergt einige der groessten Schaetze der Menschheit - musste in der Vergangenheit eines der furchtbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte ertragen.
Es ist ein krasses und verruecktes Land, mit vielen Problemen und mit Bewohnern die immer noch von ihrer Vergangenheit gezeichnet sind. Mit vielen netten, tollen Menschen und auch irgendwo ein Land der unbegrenzten Moeglichkeiten im positiven so wie leider auch im negativen Sinne, da hier Geld einfach alles zaehlt.
Wir haben uns entschlossen mit dem Bus von Bangkok ueber die Grenze nach Siem Reap zu fahren. Nachdem wir uns hartnaeckig gegen die Visaabzocke unserer Busgesellschaft gewehrt haben (wir mussten trotsdem etwas mehr zahlen) ging es zu Fuss ueber die Grenze. Man verlaesst den klimatisierten Bus, man verlaesst die betonierte Strasse, man verlaesst Thailand...und ist dann in Kambodscha. Entlang von mehreren grossen Spielkasinos, da in Kamboscha das Gluecksspiel illegal ist, fuehlt man sich irgendwie wie in einer Goldgraeberstadt, bewohnt von Gaunern und Schmugglern. Wenn man dann das Grenzgebaeude verlaesst und die Strasse entlang geht erstreckt sich vor einem, eine lange staubige Piste mit alten zerfallenen Gebaeuden an der Seite. Ich fuehlte mich wie im Kriegsgebiet, denn es war ein Bild wie man es aus den Nachrichten kennt. Und wirklich ist es ja auch nicht so lange her, das Krieg war. Ich bin jetzt ja schon eine Weile unterwegs und habe schon sehr viel Armut und die einfachen Lebensbedingungen der Menschen auf dem Land geshen, aber in Kamboscha fuehlte ich mich sofort anderst. Hier war ich wieder zurueck im wirklichen Sued-Ost-Asien.

Wir mussten dann zum Glueck nicht zu lange warten und fuhren mit einem kambodschanischen Bus (der ganz ok war, aber ohne Klima) auf der mehr oder weniger befahrbaren Strasse nach Siem Reap. Insgesammt waren wir 13Std. unterwegs und sehr dreckig ;-)
Den naechsten tag haben wir ruhig angehen lassen und uns etwas die Stadt erlaufen. Siem Reap verfuehgt ueber einen ganz eigenen, sympathischen Flair, mit netten Seitenstrassen im Zentrum. Abends Stand dann der erste Kontakt mit Angkor auf dem Plan... to be continued

Samstag, 23. August 2008

Mal wieder Thailand

Hallo Ihr Lieben!
Inzwischen bin ich schon eine Weile in Kambodga, aber der Reihe nach...

Nachdem ich Kuala Lumpur verlassen habe bin ich nach Krabi im Sueden Thailands geflogen. Von hier weiter mit der Faehre nach Koh Phi Phi Don, wo ich mich wieder mit Steffi getroffen habe, die Bali etwas frueher verlassen hat. Ich hatte noch meine Surfbretter dabei und ich kann euch sagen das war ein Kraftackt. Ich war so froh als ich die Bretter in Bangkok lassen konnte.

Koh Phi Phi Don ist eine kleine Insel zwischen Thailand und seiner Halbinsel Phucket die vor 4 Jahren schwer vom Tsunami getroffen wurde und fast alles wurde zerstoert. Jetzt nach 4 Jahren merkt man kaum mehr etwas von dem Unglueck ausser ein paar Sperrmuehlplaetzen entlang der Insel, an denen sich kein Thailaender zu stoeren scheint und den Tsunami Rettungswegen ueberall auf Phi Phi und Phucket. Man merkt auch direkt wie die Menschen wieder viel freundlicher sind als in anderen Touristen Gegenden, weil sie einfach heil froh sind wenn wieder Leute kommen und es wird um jeden Kunden gebuhlt. Ich hoffe die Leute verlieren diese Freundlichkeit nicht sobald mehr Touristen kommen, denn ich habe es hier sehr genossen :-)
Die Gegend bietet wohl einige der schoensten Straende der Welt. Leider kann man aber auch nicht sehr viel mehr machen, als am Strand liegen und Ausfluege um sich noch mehr Straende und Inseln anzusehen.
Wir haben hier einen sehr netten, aber sehr feuchten (Dank Longtailboot) Ausflug zur Nachbarinsel Koh Phi Phi Ley gemacht, die unter anderem Maya Bay beherbergt, der legendaere "The Beach" Strand. Anderst als im Film dargestellt handelt es sich aber nicht um einen Hong, sondern eine Bucht, die per Computeranimation verschlossen wurde.
An unserem letzten Tag haben wird dann noch einen Feuertanzkurs gemacht. Das hat mega Spass gemacht und ich kann nun 7 Tricks mit den Chains, Ketten an deren Ende sich das Brandwerk befindet. Fuer mich als alter Pyromane ist das genau das Richtige und vlt habe ich in Deutschland auch die Moeglichkeit es fortzusetzen.

Echte Hongs konnten wir zum Glueck auf Phucket unserem naechsten Ziel besuchen. Ein Hong ist eine Lagoone die aber von allen Seiten komplett von meterhohen Felswaenden umschlossen ist. So etwas entsteht z.B. durch alte Vulkankrater. Man gelangt durch kleine Hoehlen bei Ebbe in den Innenraum und hat dann nur ein paar Minuten bis der Wasserstand wieder zu hoch wird und die Hoehlen verschliesst. Wir hatten an dem Tag eine Tour gebucht, die uns zur Bat Cave, den Hongs und zur James Bond Insel (mit dem aus dem Film "Der Mann mit dem golden Colt" bekannten Scaramanga-Felsen bringt. An diesem Tag hatten wir das Schweine Glueck den besten Guide erwischt zu haben, den niemand anderes ist in die Hongs wirklich reingefahren und wir waren dann fuer ein par Minuten ganz alleine da drinnen. Man faehrt da naemlich mit Luftgefuellten Kanus hin (2 Personen und der Guide). Hoehle war vorhin etwas uebertrieben, es handelt sich naemlich um einen wintzigen Spalt in der Felswand. Man muss massig Luft aus dem Kanu lassen uns sich dann ganz flach hinlegen um sich nicht die Nasenspitze abzuschleifen. Das sind wirklich klaustiphobische Zustaende. Aber der Aufwand lohnt sich. Die Waende sind bis zum Wasserspiegel gruen bewachsen und es herrscht absolute Stille. Vor lauter Aufregung habe ich nur gefilmt und ganz vergessen ein paar Fotos zu machen ;-) Das war ein unglaubliches Erlebnis und die wenigsten Menschen werden soetwas jemals sehen. Nochmals vielen Dank an unseren Guide! James Bond Island - der Scaramanga-Felsen

In Kamala hatten wir dann nochmal die Gelegenheit meine Bretter auszupacken und ein wenig zu surfen. Leider waren die Wellen sehr klein und der Aufwand hat sich nicht wirklich gelohnt. Aber hey, immerhin bin ich nun auch einmal in Thailand gesurft :-)

Dann ging es nach Bangkok um unteren Trip nach Kambodga zu buchen und ueberfluessiges Gepaeck zu lagern. Hier waren wir auf dem Weekendmarket. Er besteht aus ca. 15.000 Staenden und man kann einfach alles kaufen....wirklich alles, einfach unglaublich. Bei 3 Euro fuer ein geiles T-Shirt konnte ich mal wieder nicht nein sagen und habe mich etwas eingedeckt....ich glaub ich brauche mir meinen Leben lang keine T-Shirts mehr kaufen...oje ;-)
Am naechsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Siem Reap in Kambodga. 13 Stunden Fahrt juhee :-(


Blick ueber Koh Phi Phi Don


Freitag, 22. August 2008

Bauarbeiten!

Im Moment bin ich dabei die alten Posts mit ein paar netten Fotos aufzupimpen. Leider sind es viel zu viele, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden welche ich euch vorenthalten soll ;-)
Scrollt bei Gelegenheit mal nach unten. Ich verspreche euch, es lohnt sich :-)

Samstag, 9. August 2008

Selamat tinggal Bali!

Als ich gestern im Flieger sass und aus dem Fenster zuerueck auf das Schild mit der Aufschrift "Selamat datang" blickte wurde ich doch sehr sentimantal. Fuer mich bedeutete es naemlich selamat tinggal ("friede deines bleibens" oder auf deutsch einfach nur "auf wiedersehen" ;-))
Die Zeit verging wirklich wie im fluge und am schluss bleiben noch viele unerledigte dinge obwohl man doch am anfang noch so viel zeit hatte. das ist aber immer so und in wirklichkeit hat man gar nicht so viel unerledigt zurueckgelassen. es ist einfach nur der gedanke daran, dass nun etwas vorbei ist, was es so nicht mehr geben wird und auch wenn ich wieder zurueck kehre, wird es ganz anderst sein und ich kann nicht so leben wie ich es diesesmal tat. Es gab viele hoehen und tiefen und ich habe sehr viel gesehen und gelernt. genau so wie es war, war es richtig und ich moechte auch die negativen erfahungen nicht missen, denn sie gehoeren einfach dazu und am ende weiss man es immer besser.


Der Abschied aus Bali bedeutet fuer mich aber nicht das Ende meiner Reise, sondern den Anfang meiner Rundreise durch Sued-Ost-Asien und die Traurigkeit weicht schnell der Vorfreude auf das was noch kommt.
Im Moment befinde ich mich in Kuala Lumpur und habe einen 2-taegigen Zwischenstop eingelegt bevor es weiter nach Krabi in Suedthailand geht. Es ist schon ein bischen ein seltsames Gefuehl nach so langer Zeit Insel und Strand wieder in einer Metropole zu sein in der man umringt ist von Menschenmassen und Wolkenkratzern. Aber KL unterscheidet sich da in sehr angenehmer Weise von anderen Staedten. Es gibt zwar mega viele Hochhaeuser und die Stadt erstreckt sich ueber eine riesige Flaeche, es Leben aber nur ca. 1,8 Mio Menschen hier (wenn ich meinen Mitreisenden glauben darf;-)). Somit haelt sich das mit den Menschenmassen doch sehr in Grenzen und man hat viel Platz und Luft zum atmen. KL hat nicht so viel zu bieten wie andere vergleichbare Staedte aber trotzdem hatte ich heute einen sehr interessanten Tag. Dieser begann mit dem Anstehen fuer das Ticket fuer die Petronas Twin Towers. Einst das groesste Gebaeude der Welt befindet es sich heute eher am Ender der Top Ten. Nach viel Gedult bekamen wir dann schliesslich unser Tickt mit dem wir abends um eine feste Uhrzeit fuer ganze 10min auf die Verbindungsbruecke durften. Klingt jetzt komisch und es ist auch in der Tat mehr Aufwand als es sich lohnt und viel zu kurz, aber dafuer duerfen jeden Tag 1.400 Menschen umsonst hoch.
Dann wanderten wir durch einige bekannte Stadtviertel um dann den Bus zu den Batu Caves zu nehmen. Dies war mein persoenliches Highlight. Es handelt sich hier um riesige Hoehlengewoelbe, die sich durch den Felsen schlaengeln, nur 13Km ausserhalb von KL. Hindus haben hier einige Tempel errichtet und jedes Jahr finden grosse Feste und Zeremonien statt die tausende Menschen anlocken. Ich war einfach nur von der beeindruckenden Schoenheit angetan, die mir die Natur bot. Ich werde versuchen bald einige Fotos hochzuladen, was nicht so einfach ist ohne Laptop und schlechte Internetverbindungen.
Danach ging es nach Little India auf verschiedene Maerkte wo ich mich vor allen ueber die reichlichen Speisen hergemacht habe und hoffe mal das die Wachtel in Wirklichkeit keine drecks Taube war ;-). Wir schlendersten weiter zum Time Square, die groesste Mall in Sued-Ost-Asien, die unteranderem Multiplexkinos mit einer der groessten Leinwaende der Welt und einen Indoorfreizeitpark beherbergt. Zweiteres ware sehr spassig und man kann mit einer Achterbahn durch die Mall saussen.
Danach habe ich meine Erkundungstour durch Chinatown vom Vortag fortgesetzt und mir ein leckesre Abendessen gegoennt. Nun bin ich aber sehr geschafft und habe mit trotz des Fisch Spa (!) von gestern eine blase gehohlt. Beim Fisch Spa haengt man seine Fuesse, oder nach Lust und Laune auch andere Koerperteile in ein Wasserbecken mit vielen kleinen, hungrigen Fischen, die einem die tote und laesstige Haut vom Koerper fressen. Klingt sehr komisch und kitzelt am Anfang auch sehr, ich kann es aber waermstens weiterempfehlen. Eine sehr witzige Erfahrung :-)
Ich werde mich dann aus anderem Lande wieder melden. Bis dahin!

Donnerstag, 7. August 2008

So langsam naht der Abschied




Hallo Ihr Lieben!

Ich will mich auch mal wieder melden :-)

Simon hat Bali inzwischen verlassen und seine Rundreise durch Thailand, Laos, Kambodga und Vietnam begonnen. Auch die meisten meiner Bali Kommilitonen haben den Heimweg oder die Weiterreise angetreten und nur noch Steffi und ich sind mit ein paar Wenigen hier.

Hier eine kurze Zusammenfassung was in der Zwischenzeit so alles passiert ist:

Ich war nun ganze 4-mal auf Nusa Lembongan, eine von 3 kleinen Inseln die noch zu Bali gehören und sich ca. eine Stunde Seeweg in süd-östlicher Richtung von Bali befinden. Simon und mir hat es dieses kleine Inselchen einfach angetan. Man sag, Nusa Lembongan verkörpert das, was man sich vorstellt bevor man nach Bali kommt und ich
kann dem nur zupflichten. Bali hat sich laut Steffi in den letzten Jahren sehr verändert und auch Simon und ich waren zunächst etwas „enttäuscht“ (mit Vorsicht zu genießen ;-)) als wir hier ankamen. Klar es ist wunderschön hier, aber man erwartet doch etwas anderes. Das paradiesische Island mit den verlassenen Traumstränden und den geheimnisvollen, netten Einheimischen existiert leider „fast“ nicht mehr. Bali und damit meine ich vor allem den Süden, ist hoffnungslos vom Tourismus überlaufen und zeigtimmer mehr die negativen Veränderungen, die solch ein Prozess mit sich bringt.

Aber darauf will ich später nochmal eingehen…

zurück nach Lembongan ;-) Hier findet man einfach die Ruhe und den Frieden einer verträumten Insel und es war wirklich so, dass wir uns hier Urlaub von Kuta genommen haben und einfach ein paar Tage entspannen konnten. Außerdem gibt es hier noch ein paar vorzüglich Surfspots, wie z.B. Shipwreck, Playgrounds und einer meiner All time favourits Ceningan, ein super lefthander entlang einer Klippe. Leider habe ich es nie geschafft mir und dem Spot gerecht zu werden. Ich muss also wiederkommen, denn da ist noch eine Rechnung offen ;-). Hier wohnt auch unser Ziehvater Wayan. Ihm gehört ein Warung am Strand namens Sukanusa, was soviel bedeutet wie „schöne Insel“. Das will ich jetzt einfach mal so stehen lassen :-)




Ansonsten war ich noch mit ein paar Freunden auf Java. Wir haben die beiden Vulkane Bromo und Idgen bestiegen, supernette Freunde gefunden und mit ihnen einen javanesischen Familienausflug zu einem Wasserfall und auf die größte Plantage Indonesiens gemacht auf der viele verschiedene Pflanzen angebaut werden. Von dieser Insel bin ich wirklich positiv überrascht. Nachdem ich zuvor auf Lombok war, wo die Menschen nicht immer freundlich und nur aufs Geld fixiert sind hatte ich von Java zunächst auch nichts Besseres erwartet, aber wir wurden eines besseren belehrt. Zum Glück :-) Für die, die es noch nicht wissen: Indonesien ist der größte Muslimische Staat der Welt und Bali ist die einzige Insel des Archipels, die hinduistisch ist. Natürlich gibt es inzwischen auf jeder nennenswert bewohnten Insel Indonesiens viele verschiedene Religionen, aber Bali ist dominant Hinduistisch. Ich will mich hier nicht gegen den Islam aussprechen, aber man hat es einfach gemerkt, das außerhalb Balis ein anderer Wind weht und gerade auf Lombok hatten die Menschen öfters eine aggressive und ignorante Haltung. Als Mann ist es eigentlich halb so schlimm, aber gegen westliche Frauen sind die Männer extrem respektlos und unfreundlich. Als Frau alleine in Indonesien? Viel Spaß…traurige Realität…Aber wie schon gesagt, Java hat mein Bild über die muslimische Seite Indonesien wieder etwas ins Positive korrigiert und die beiden Vulkane boten uns ein unvergessliche Landschaften.

Der Bromo Krater mit teilweise noch aktiven Kratern in näherer Umgebung ist eher etwas trostlos mit Wüsten und unwirklichen Mondlandschaften, welche aber sehr beeindruckend und schön sind. Im Krater des Idgen hingegen wird Schwefel abgebaut und im Inneren befindet sich ein Schwefelsee. Die Arbeiter tragen den Schwefel mit 2 Körben an einer Stange über den Schultern zunächst aus dem Krater und dann den Berg hinab. Und jetzt kommt’s, diese Körbe wiegen zusammen 70-80kg!!! Uns hat es mit festen Schuhen im Krater schon fast auf die Fresse gehauen und als wir nach ca. 6 Std. rumgewandere wieder unten waren, waren wir fertig mit der Welt und diese Kerle laufen das manchmal 2mal am Tag. Zwar mit vielen Pausen, aber ich denke das ist einer der härtesten Jobs überhaupt. Ich habe es als einziger von uns geschafft so einen Korb zu stemmen und obwohl ich ihn nur wenige Sekunden auf den Schultern hatte, hat es schon richtig weh getan. Diese Typen haben schon richtige Kuhlen in den Schultern.










Wie schon erwähnt war ich auch auf Lombok und zwar 2-mal. Java liegt westlich von Bali und beherbergt die Hauptstadt Jakarta. Lombok liegt östlich von Bali und beherbergt…naja…Kühe und Hinterwäldler? Spaß beiseite, hat landschaftlich sehr viel zu bieten und neben vielen vorzüglichen Surfspots befindet sich hier auch der weltberühmte Spot Dessert Point. Ich bin wirklich der Meinung, dass unsere negativen Erfahrungen auf Lombok damit zu tun haben, dass es hier mit der Bildung nicht so gut steht und es einfach viele Bauern gibt. Bei uns findet man die braune Gesinnung und Stammtischphilosophen ja auch eher auf dem Land. (Ich will damit nichts verallgemeinern und keinem auf den Schlipps treten, aber mancherorts in Deutschland ist es leider so.) Fährt man durchs Hinterland fühlt man sich manchmal hundert Jahre in die Vergangenheit versetzt, wenn die Einheimischen in ihren Hütten sitzen und mit den Kühen aufs Feld ziehen und wird dann erst wieder in die Realität geholt, wenn jemand mit dem Moppet vorbeirauscht. Das ist einerseits wirklich sehr cool und eine tolle Erfahrung. Man findet hier eine Unberührtheit von Landschaft und Bewohnern, die es auf Bali und vielen anderen Orten Asiens leider nicht mehr gibt. Aber … Viele Menschen und Kinder haben sich auch gefreut und lachen und winken wenn man an ihnen vorbeifährt, aber die negativen Erfahrungen summieren sich manchmal schneller als die positiven. Mag sein das wir mittlerweile auch einfach schon zu lange auf diesen Inseln sind. Man sollte meinen dass man mit der Zeit abstumpft, aber wenn man selber keinen Respekt erhält ist es bei mir mittlerweile so, dass ich immer empfindlicher reagiere und es schwerer fällt Respekt zu zeigen. Das ist wirklich sehr schwer zu erklären und wahrscheinlich noch schwerer nachzuvollziehen wenn man es nicht selber erlebt hat, aber die Umgangsformen in Asien sind sehr umständlich, indirekt und bestehen aus vielen langwierigen „Zeremonien“. Es gibt im Indonesischen z.B. 12 verschiedene Worte für „ja“, aber viele bedeuten eigentlich „nein“. Man nennt das indirekte Kommunikation wenn man etwas sagt, aber eigentlich etwas anderes meint. So wir niemand von sich sagen er weiß etwas nicht oder eine Bitte abschlagen und Konflikte werden in der Regel versucht zu umgehen. Ihr könnt euch also vorstellen, dass es mit der Zeit einfach nervig sein kann wenn man als Westler gewohnt ist Klartext zu reden. Im Hinterland sind diese Umgangsformen noch viel mehr ausgeprägt als in den Städten und so interessant es am Anfang auch war, bin ich mittlerweile etwas voll davon und wenn man dann einen schlechten Tag hat und einfach nur etwas kaufen will und dazu noch versucht wird mich abzuzocken, dann platz mir schon mal schneller der Kragen als es am Anfang der Fall war. Bei meinem ersten Besuch, nur mit Männern, habe ich das ganze auch gar nicht so krass wahrgenommen und mich nur an der Geldgier gestört und das man überall abgezockt wird. Aber als ich mit Steffi das zweite mal dort war tut es weh die Diskriminierung mit anzusehen.



So. Entschuldigt das viele Gerede und ich hoffe das alles klingt jetzt nicht schlimmer als es ist, aber ich musste mich einfach mal schnell auskotzen ;-) Nun noch zu den schönen Seiten Lomboks: Auch dort gibt es ein Kuta, aber nur wenig vom Tourismus erschlossen. Hauptsächlich Surfer verschlägt es hierher. Die Landschaft ist wirklich atemberaubend mit vielen Buchten und verlassenen Stränden und viele sehr geile Surfspots. Dann gibt es noch die Gillis. 3 kleine Inseln im Nordwesten. Einst berühmt berüchtigt (;-)) sind sie heute auch dem Pauschaltourismus zum Opfer gefallen und für unsere Verhältnisse zu überteuert. Aber sie bieten unglaublich schönes Wasser und Unterwasserlandschaften zum Schnorcheln und Tauchen und ich hab ne Wasserschildkröte gesehen :-) Am letzten Tag waren wir noch in bangko-bangko, wo sich die Weltberühmte Welle Dessert-Point befindet. Leider nur für Profis :-( Der Ausflug hat sich aber schon aus dem Grund gelohnt da wir hier für sehr wenig Geld in einer wunderschönen Anlage wohnen durften bei sehr netten Einheimischen, die unser Lombokbild wieder etwas gerettet haben. Man muss aber sagen dass Sie mit einem Engländer verheiratet ist und man sofort die Bildung bemerkt.Jaja Lombok ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite super schön und auch mit vielen netten, tollen Leuten, aber auf der anderen Seite die schwarzen Schafe, die soviel kaputt machen können. Auch wenn es der Plan der Regierung ist hier ein zweites Bali zu erschaffen, kann ich schon jetzt prophezeien, dass dies niemals passieren wird, da die Menschen die falsche Einstellung haben und zu gierig sind (es ist alles jetzt schon doppelt so teuer und das Essen schmeckt scheiße).





Dann ist ja auch die Uni vorbei. Ja die Zeit an der Udayana war schon krass und sehr schnell vorbei. Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich in der Zeit außerhalb der Universität mehr gelernt habe als im Unterricht. Mit der Aussage will nicht den Unterricht schlecht machen den wir hier genießen, es ist nur einfach so das mir persönlich die Erfahrungen hier im Ausland mehr bringen, als das was wir hier beigebracht bekommen. Das meiste weiß ich nämlich schon längst…, oder sollte ich zumindest wissen ;-) Die Prüfungen liefen auch sehr gut. Für alle behaupte ich mal, und wir haben sie auf die gute, alte indonesische Art und Weise gelöst :-)





Ich war auch Augenzeuge einer der größten Verbrennungszeremonien, die Bali je gesehen hat. Der König und einige hohe Würdenträger der Familie aus Ubud sind verstorben. Es wäre jetzt zu viel die ganze Zeremonie mit Hintergrund und Sinn zu erklären aber kurz: der Leichnam wird auf einen Turm gebracht, in diesem Fall 27m!!! hoch, dann durch die ganze Stadt getragen! auf dem Friedhof wieder runtergeholt, in ein Opfertier aus Pappmasche gesteckt, das ebenfalls mitgetragen wurde und bestimmt auch seinen Tonnen wiegt und dann irgendwann, nach unzähligem zeremoniellem Hokuspokus darin verbrannt. Die Realität sah dann so aus, dass entlang des Weges alle Bäume einfach abgesägt wurden damit der Turm durch passt (ham ja 30Jahre zeit zum wachsen bis der nächste abnippelt, gell). Dann haben sich die Straßen mit Tausenden von Menschen gefüllt und wirklich jeder Flecken Erde entlang der Umzugsstrecke war dicht mit Menschen. Auf Treppen, Dächern, Bäumen, Mauern wo auch immer alles voll. Dann haben 700 Träger 2 Türme, 2 Opfertiere, nen Drachen und noch 2 komische Dinger einmal durch die Stadt getragen. Immer im Laufschritt mit Unterbrechung und immer wieder mit Wasserschläuchen abgespritzt werden sind sie dann unter großem Geschrei und allgemeinem anfeuern um die Kurven geheizt und in Menschenmengen gerannt weil sie nicht rechtzeitig stoppen konnten und einfach alles voll war mit diesen Balinesen :-) Keine Ahnung was die Bilanz am Ende des Tages war. Ich hab keine Verletzten gesehen und alle waren happy. Keine Ahnung wie die das hier machen. Bei uns wäre ne Massenpanik ausgebrochen und 5000 Menschen totgetrampelt worden. Mindesten! Hier aber alles easy, mir geht’s auch gut und es war ein unvergessliches Spektakel.




So was noch? Mein Schwesterherz war noch zu Besuch und mit ihr hab ich viele Touren über die Insel gemacht. Unter anderem sind wir mal nach Lorvina im Norden gefahren und haben Delfine geguckt, weil sie die so gerne hat. Leider waren die Tierchen sehr scheu. Vielleicht lag es aber auch an den anderen 40 Motorbooten, die mit uns im Wasser waren und sobald sich eine Finne gezeigt hat sind alle wie die Irren und mit lauten Motoren über den Punkt geschossen. Naja, aber der Sonnenaufgang war schön. Dann waren wir noch am Wassertempel im Batursee, an den Gitgit Wasserfällen wo man sich mit Liane in den Wasserfall schwingen kann und in den heißen Schwefelquellen. Danach Schnorcheln in Tulamben, was aber wegen starken Wellen und trüben Wasser abgebrochen wurde. Den berühmten Ketchak Tanz im Uluwatu Tempel haben wir gesehen und am „noch“ schönen Dreamland Beach haben wir schön geplanscht und gechillt. Steffis Eltern waren auch mit von der Partie und auch Simons Eltern kamen kurz vor seiner Abreise noch zu Besuch.


Neben verschiedenen Surftrips, anderen spektakulären Ausflügen und dem alltäglichen Wahnsinn waren das ein „kurzer“ Abriss der Highlighs (ich hab bestimmt auch noch was vergessen, aber langsam bekomme ich hunger ;-))

Halt hier noch eins: Vor kurzem war Runde 3 der Rip Curl Pro Series hier auf Bali und wir waren mal schnell Kelly Slater und Mick Fanning in Uluwatu gucken und was passiert. Verliert der Kelly doch tatsächlich gegen irgend so einen Portugiesen (Tiago Pires) und fliegt raus. HAHA wie geil. Die Menge tobte und der Portugiese ist so ausgeflippt das er im Autogramm-Wahn sogar sein eigenes Board signiert hat.


So, damit erstmal genug für heute und ich melde mich dann nochmal bevor ich Bali verlasse…Ich bin jetzt schon traurig das ich gehen muss :-(