Selamat pagi!
Man, man, da hier so viel in so kurzer Zeit passiert, kommt es mir vor als wäre ich schon ewig hier. Dabei sind es gerade mal…ähm…verdammt…naja ich glaub die 3 Wochen hab ich bald voll J
Auf jeden Fall ist es echt krass wenn ich euch jetzt über meine Touren schreiben will und wirklich nachdenken muss was so alles passiert ist, obwohl es gar nicht lange her ist. Aber noch bekomme ich alles zusammen, keine Angst hehe…
Also die Osttour haben Simon und ich zusammen mit den Mädels, Steffi und Katha gemacht. Unser erstes Ziel war Klungung, der ehemalige Sitz eines Königspalastes einer der sechs ehemaligen Königreiche auf Bali. Leider wurden fast alle Gebäude von den fiesen Holländern zerstört und es sind lediglich die Gerichtsgebäude erhalten geblieben, die dann allerdings zum ehemaligen höchsten, königlichen Gericht gehörten. (Ich versuche mich gerade an alle Infos aus meinem Reiseführer zu erinnern, also will ich mal keine Garantie auf meinen Output geben ;-P). Wirklich interessant sind die Deckengemälde, auf denen alte Überlieferungen verewigt sind, die man mit den christlichen Geboten aus dem Alten Testament vergleichen kann. Es werden z.B. Szenen gezeigt wie Sündiger in der Hölle gequält werden usw. und die Geschichte des Prinzen der in die Hölle und den Himmel ging um seine verstorbenen Schwiegereltern aus der Hölle zu befreien… schon verrückt diese Balinesen hehe.
Dann ging es weiter nach Tulamben, frei nach dem Motto, der Weg ist das Ziel. Wir wählten nämlich einen Gebirgspass der direkt an der Ostküste Balis entlangführt. Soll heißen: wir auf dem Berg mit zugehörigem Panorama und Palmen auf dem Gipfel und daneben der Ozean mit seinen weißen und schwarzen Stränden oder einfach nur Klippen. GEIL!!! Hier wohnen die Fischer auch wirklich auf dem Berg in winzigen Dörfern. Die Straßen waren teilweise in miserabelstem Zustand mit üblen Schlaglöchern und Steigungen, jenseits von gut und böse. Meiner Meinung nach fast unmöglich mit dem (normalen) Auto zu bewältigen. Nachmittags fing es dann auch noch an zu Regnen, aber ich muss sagen das hat irgendwie alles super zusammen gepasst. Das Bild war also, wir 4 mit unseren Regenponchos aufm Roller tuckern übern Berg mit Urwald und kämpfen mit den zum Teil komplett überfluteten Straßen. Als wir dann endlich angekommen sind war ich aber auch Gott froh, denn es wurde langsam dunkel und wir waren nass bis auf die Knochen. Da Ostern war gönnten wir uns ein teures Essen und schliefen dann glücklich und erschöpft ein. Am nächsten Tag waren wir schnorcheln. Tulamben ist ja schließlich ein Taucher Mekka und bietet mit seinem riesigen Schiffswrack und Korallengärten, einen der schönsten Tauchspots auf Bali. Das Wrack ist ein altes amerikanisches Handelsschiff, dass im 2. Weltkrieg von den Japsen abgeschossen wurde. Man hat dann versucht es an den Strand zu schleppen um die Fracht zu bergen, der Vulkan Gunung Agung und ein Erdbeben hatten aber was dagegen und nun liegt es in ca. 9-30 Meter Tiefe vor der Küste. Wirklich ein gigantischer Anblick mit einem großen Fischreichtum und selbst beim Schnorcheln konnten wir alles erkennen.
Inzwischen war ich hier ein 2. Mal zum Schnuppertauchen mit der Uni und ich freue mich riesig, hier in ein paar Wochen meinen Tauchschein zu machen. Jippie! :-D
Für den Heimweg wählten wir dann eine andere Route, die mehr im Landesinneren verlief. Hier gibt eine wunderschöne und vor allem GRÜNE Landschaft die durch unzählige Reisterrassen geprägt ist. Spätestens seit jetzt weiß ich nun warum Bali auch die grüne Insel genannt wird. Ihr glaubt gar nicht wie viele verschiedene Grüntöne die Natur erzeugen kann und alle so satt, dass man grad reinbeißen möchte ;-)