Samstag, 5. April 2008

Selamat pagi!

Man, man, da hier so viel in so kurzer Zeit passiert, kommt es mir vor als wäre ich schon ewig hier. Dabei sind es gerade mal…ähm…verdammt…naja ich glaub die 3 Wochen hab ich bald voll J

Auf jeden Fall ist es echt krass wenn ich euch jetzt über meine Touren schreiben will und wirklich nachdenken muss was so alles passiert ist, obwohl es gar nicht lange her ist. Aber noch bekomme ich alles zusammen, keine Angst hehe…

Also die Osttour haben Simon und ich zusammen mit den Mädels, Steffi und Katha gemacht. Unser erstes Ziel war Klungung, der ehemalige Sitz eines Königspalastes einer der sechs ehemaligen Königreiche auf Bali. Leider wurden fast alle Gebäude von den fiesen Holländern zerstört und es sind lediglich die Gerichtsgebäude erhalten geblieben, die dann allerdings zum ehemaligen höchsten, königlichen Gericht gehörten. (Ich versuche mich gerade an alle Infos aus meinem Reiseführer zu erinnern, also will ich mal keine Garantie auf meinen Output geben ;-P). Wirklich interessant sind die Deckengemälde, auf denen alte Überlieferungen verewigt sind, die man mit den christlichen Geboten aus dem Alten Testament vergleichen kann. Es werden z.B. Szenen gezeigt wie Sündiger in der Hölle gequält werden usw. und die Geschichte des Prinzen der in die Hölle und den Himmel ging um seine verstorbenen Schwiegereltern aus der Hölle zu befreien… schon verrückt diese Balinesen hehe.

Dann ging es weiter nach Tulamben, frei nach dem Motto, der Weg ist das Ziel. Wir wählten nämlich einen Gebirgspass der direkt an der Ostküste Balis entlangführt. Soll heißen: wir auf dem Berg mit zugehörigem Panorama und Palmen auf dem Gipfel und daneben der Ozean mit seinen weißen und schwarzen Stränden oder einfach nur Klippen. GEIL!!! Hier wohnen die Fischer auch wirklich auf dem Berg in winzigen Dörfern. Die Straßen waren teilweise in miserabelstem Zustand mit üblen Schlaglöchern und Steigungen, jenseits von gut und böse. Meiner Meinung nach fast unmöglich mit dem (normalen) Auto zu bewältigen. Nachmittags fing es dann auch noch an zu Regnen, aber ich muss sagen das hat irgendwie alles super zusammen gepasst. Das Bild war also, wir 4 mit unseren Regenponchos aufm Roller tuckern übern Berg mit Urwald und kämpfen mit den zum Teil komplett überfluteten Straßen. Als wir dann endlich angekommen sind war ich aber auch Gott froh, denn es wurde langsam dunkel und wir waren nass bis auf die Knochen. Da Ostern war gönnten wir uns ein teures Essen und schliefen dann glücklich und erschöpft ein. Am nächsten Tag waren wir schnorcheln. Tulamben ist ja schließlich ein Taucher Mekka und bietet mit seinem riesigen Schiffswrack und Korallengärten, einen der schönsten Tauchspots auf Bali. Das Wrack ist ein altes amerikanisches Handelsschiff, dass im 2. Weltkrieg von den Japsen abgeschossen wurde. Man hat dann versucht es an den Strand zu schleppen um die Fracht zu bergen, der Vulkan Gunung Agung und ein Erdbeben hatten aber was dagegen und nun liegt es in ca. 9-30 Meter Tiefe vor der Küste. Wirklich ein gigantischer Anblick mit einem großen Fischreichtum und selbst beim Schnorcheln konnten wir alles erkennen.

Inzwischen war ich hier ein 2. Mal zum Schnuppertauchen mit der Uni und ich freue mich riesig, hier in ein paar Wochen meinen Tauchschein zu machen. Jippie! :-D

Für den Heimweg wählten wir dann eine andere Route, die mehr im Landesinneren verlief. Hier gibt eine wunderschöne und vor allem GRÜNE Landschaft die durch unzählige Reisterrassen geprägt ist. Spätestens seit jetzt weiß ich nun warum Bali auch die grüne Insel genannt wird. Ihr glaubt gar nicht wie viele verschiedene Grüntöne die Natur erzeugen kann und alle so satt, dass man grad reinbeißen möchte ;-)

Endlich Bali!

Juhu endlich auf der Insel der Götter angekommen.

Erstmal ein fettes SORRY für das Chaos und die fehlende Berichterstattung in den letzten Wochen. Das hatte in den meisten Fällen wirklich nichts mit meiner Faulheit zu tun, sondern weil ich viel unterwegs war oder zu verkatert ;-). Und dann gibt’s da ja auch noch des Schätzle, dass den ganzen Tag arbeiten muss und wenn die heimkommt will sie ja auch noch was von mir haben ;-).

Infos über meine Wohnverhältnisse spare ich mir jetzt, die gibt’s nämlich ausführlich auf Simon’s Seite (Link siehe unten). Man muss ja nicht alles doppelt schreiben ;-)

Jetzt sind schon viele Tage vergangen seid ich hier bin und ich fühle mich richtig wohl. Ich kann mir im Moment keinen Ort vorstellen an dem ich lieber wäre. Kuta allein war am Anfang etwas ernüchternd, aber wir haben in den letzten Woche viele Touren mit unseren Rollern gemacht. Zum Beispiel in den Süden und mit Steffi und Katha in den Osten der Insel. Mein Resume? Bali ist wirklich einer der schönsten und faszinierendsten Orte, die ich je gesehen habe. Das meint auch die Menschen die hier leben. Klar gibt es auch hier Touristenfallen und nervende, penetrante Straßenhändler, aber wenn man mal die Gelegenheit hat, ehrlich mit den Balinesen zu sprechen, oder Menschen im „unberührten“ Hinterland trifft, ist dies einfach ein tolles Erlebnis und lernt deren Freundlichkeit und Gastfreundschaft kennen.

Auf unserer Südtour besuchten wir zuerst den Traumstrand von Jimbaran. Da man hier, vor allem abends sehr gut „am Strand(!)“ essen und sich unter Einheimische mischen kann, setzten wir unsere Tour schnell Richtung Nusa Dua fort, denn es war ja noch morgen und kaum ein Mensch unterwegs. Das geile Essen am Strand mit Sonnenuntergang und allem drum und dran haben wir dann am nächsten Tag nachgeholt.

Nusa Dua schimpft sich das goldene Getto Balis, da hier vor allem teure Hotels und der gehobenere Tourismus zuhause ist. Es gab auch wirklich schöne Anlagen und alles war sehr sauber, aber mit Bali oder der Realität hat das leider nichts mehr zu tun. Spätestens als wir an einen Strandabschnitt kamen der mehr einem Affenzirkus glich als einem Strand, ergriffen wir die Flucht. Im Minutentakt legten hier dutzende Motorboote an und stachen gleich wieder in See um Massen von peinlichen Möchtegernreichen und deren Kinder per Parasailing, Wasserski und Banana-boats übers Wasser zu jagen.

Uns trieb es dann zu eher unberührten und weniger besuchten Spots wie das Bali Cliff. Der Strand hat wirklich alles: Klippen, Saharasand, Fledermaushöhlen mit tausenden, stinkenden Fledermäusen, Korallenriff, Affen und hammer Wellen!!! Leider wegen des Riffs nur für Profis.

Den Abschluss unserer Tour war dann der Affentempel von Uluwatu der für seine traumhaften Sonnenuntergänge bekannt ist. Er thront 100m über dem Meer, auf der äußersten Spitze der Klippen und soll die bösen Geister und Dämonen, die aus dem Meer kommen besänftigen. Leider konnten wir den Tempel nur teilweise besichtigen, aber der malerische Sonnenuntergang und die wirklich beindruckende Landschaft haben für alles entschädigt. Auch an dieser Stelle lasse ich am Besten wieder Bilder sprechen und verabschiede mich bis morgen oder so, dann erzähl ich euch wie unsere Tour in den Osten war J

Bis dahin Sampai Jumpa